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Diversity Unites - ´Vielfalt verbindet – gemeinsam für Europa`. Programm der Europäischen Kommission: ´Europa für Bürgerinnen und Bürger`

Armut und ungleiche Lebens- und Bildungschancen, gesellschaftliche Spaltung und Diskriminierung, demographischer Wandel und fehlende Generationengerechtigkeit – Es gibt gemeinsame Herausforderungen, denen sich Menschen und Kommunen weltweit stellen müssen.

Dazu hat die Kreisverwaltung Recklinghausen das EU-Projekt „Diversity Unites – together for Europe!“ ins Leben gerufen. Dieses wird im Rahmen des Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ der Europäischen Kommission gemeinsam mit den Kreisen Wodzisław in Polen, Sörmland in Schweden und Jelgava in Lettland umgesetzt. Es hat zum Ziel die Kreispartnerschaften zu intensivieren, eine stärkere Bürgerbeteiligung zu ermöglichen und die Teilhabe aller Menschen in ihren Vierteln zu realisieren. Das, was wir über dieses zweijährige Projekt erreichen, dient uns als Basis für künftige Initiativen und Aktionen im Rahmen der Partnerschaften.

Trotz der großen Unterschiede zwischen den vier Partnerregionen teilen wir die Herausforderungen im sozialpolitischen Bereich und auch anderen Bereichen. Ein europäischer Austausch bietet sich an, da eine Politik gegen soziale Ausgrenzung und für Integration überall und gerade in der heutigen Zeit neue Formen des zivilgesellschaftlichen Engagements und der staatlichen Unterstützung, der Mobilisierung und der Partizipation erfordert.

Die Europäische Union unterstützt mit dem Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ Netzwerke zwischen Partnerkreisen mit dem Ziel eine langfristige Zusammenarbeit zwischen den Kommunen auf größerer Ebene aufzubauen. Für den Kreis Recklinghausen und die drei Partnerregionen bedeutet das, dass wir mit Hilfe der EU-Mittel das bisherige Potenzial unseres Netzwerkes ausbauen, hin zur Entwicklung einer thematischen, langfristigen, strukturierten, intensiven und vielfältigen Zusammenarbeit.

Gemeinsam wurde daher die Idee entwickelt, noch mehr als bisher in thematischen Netzwerken zwischen den Partnern sachkundige Diskussionen anzuregen und bewährte Praxislösungen in den Partnerregionen auszutauschen. Dazu sollen die Möglichkeiten einer Förderung durch die Europäische Union genutzt werden, um den Europäischen Gedanken weiter vertiefen zu können. In einem gemeinsamen Antrag, zu dem als vierter Partner die Region Jelgava aus Lettland hinzugekommen ist, hat der Kreis Recklinghausen bei dem Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ einen Antrag zur Förderung dieses Netzwerkgedankens gestellt. Dieser Antrag wurde Ende Mai 2015 positiv von der Auswahlkommission als 4. von insgesamt 20 bewilligten Förderprojekten bewilligt. Mit dem Antrag wurde eine Reihe von Aktivitäten (Workshops, Symposien, Konferenzen, Begegnungen) zu den Themenbereichen „Leben und Vielfalt im Quartier“, „Teilhabe von Menschen mit Handicaps“ und „Bürgernahe Netzwerkarbeit“ vorgelegt.

Partnerkreise

Die Partnerkreise aus Schweden, Lettland, Polen und Deutschland im Überblick:

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Hauptziele auf EU-Ebene

  • Demokratische Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger auf lokaler und europäischer Ebene fördern
  • Verständnis der Bürgerinnen und Bürger für die politischen Entscheidungsprozesse auf lokaler und europäischer Ebene entwickeln und stärken
  • Möglichkeiten für gesellschaftliches & interkulturelles Engagement und Freiwilligenarbeit fördern

Themenbezogene Hauptziele

  • Umgang mit sozialer Vielfalt in den Partnerregionen kennenlernen → Organisation in der Quartiersarbeit unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vergleichen
  • Netzwerkstrukturen zwischen Kommunalpolitik, Betroffenen/ Verbänden/ Vereinen und öffentlichen Behörden herausarbeiten/ optimieren → inklusive Gesellschaft
  • EU-Ziele und positive Auswirkungen der Europa-Politik in den Themenfeldern Inklusion, Umgang mit Vielfalt und Partizipation näher bringen

Hauptziele in der internationalen Partnerschaftsarbeit

  • Neue Gruppen in den Prozess der internationalen Zusammenarbeit einbeziehen
  • Neue Lösungsansätze aufgrund einer effektiven Zusammenarbeit und nachhaltigen Entwicklung zwischen den Projektpartnern finden und umsetzen
  • Ein Modell für die künftige Zusammenarbeit von NGO-Teilnehmenden etablieren
  • Das Thema „Multilevel Governance” in Angriff nehmen - EU und Kommunalverwaltung