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Tierschutz und Tierhaltung

Zweck des Tierschutzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

Aufgabe des Tierschutzes ist es, durch Überprüfungen und Maßnahmen in gewerblichen, landwirtschaftlichen und privaten Tierhaltungen die tierschutzrechtlichen Anforderungen sicherzustellen. Dabei wird geprüft, ob die Tiere ihrer Art und ihren Bedürfnissen entsprechend ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht werden.

Tierschutzverstöße

Eine nicht artgerechte Haltung, Vernachlässigung und Aussetzung von Tieren bis hin zur mutwilligen Tierquälerei wird als Tierschutzverstoß angesehen. Neben den üblichen Haustieren fallen darunter die Tiere der Landwirtschaft, ebenso exotische Tiere und Wildtiere.

Sollte ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegen, wird der Amtstierarzt beraten oder belehren, wenn dies nicht zum Erfolg führt, kommt es zu Anordnungen von Maßnahmen, deren Nichteinhaltung auch eine Fortnahme des Tieres oder ein Halteverbot zur Folge haben kann. Ebenfalls können Bußgelder erhoben oder Strafanzeigen gestellt werden.

Damit der Amtstierarzt einer Anzeige gezielt nachgehen kann, werden folgende Angaben unbedingt benötigt:

  • Name, Adresse und Telefonnummer des Anzeigenden
  • Name, Straße, Hausnummer und Ort des Tierhalters
  • genaue Beschreibung der Beobachtungen mit Datum, Uhrzeit
  • betroffene Tierart und Anzahl der Tiere
  • Beschreibung des Tieres und Ort der Tierhaltung

Wenden Sie sich dazu bitte an das Veterinäramt.

Telefon (Sekretariat): 02361/53-2125, Fax: 02361/53-2227, Email: fd39@kreis-re.de

Üben Sie eine genehmigungspflichtige Tätigkeit gem. § 11 Tierschutzgesetz aus?

Bestimmte Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Zucht, der Haltung und dem Handel von Tieren unterliegen der Erlaubnispflicht nach § 11 des Tierschutzgesetzes. Für folgende Tätigkeiten wird eine Genehmigung gemäß Tierschutzgesetz benötigt:

  • das Halten von Tieren für andere in einem Tierheim oder einer tierheimähnlichen Einrichtung (Pension)
  • ausstellen von Tieren in einem zoologischen Garten oder ähnlichen Einrichtungen
  • Durchführung von Tierbörsen
  • Ausbildung von Schutzhunden für andere
  • gewerbsmäßiges Betreiben eines Reit- und Fahrbetriebs
  • gewerbsmäßiges Züchten von Hunden, Katzen oder andere Tieren
  • gewerbsmäßiger Handel mit Wirbeltieren
  • gewerbsmäßiges zur Schaustellen von Tieren
  • gewerbsmäßiges Bekämpfen von Wirbeltieren als Schädlinge
  • gewerbsmäßige Ausbildung von Hunden und Hundehaltern
  • Hundeschulen/Hundetrainer

 Notwendige Unterlagen:

Tierhaltung

Insbesondere bei landwirtschaftlichen Nutztieren wie Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen oder Geflügel müssen Halterinnen und Halter tierseuchenrechtliche Bestimmungen beachten, wie das Anmelden bei der Tierseuchenkasse, das Pflegen von Kontrollbüchern oder das Beschaffen eines Gesundheitszeugnisses.

Für Geflügelhalter gelten neben den allgemeinen tierseuchenrechtlichen Vorschriften, die für alle anderen Halter von Vieh (Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen, Pferden etc.) einige Besonderheiten

Für das Verbringen und Wandern von Bienen ist ein amtliches Gesundheitszeugnis erforderlich.