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Pflegeplanung

Gerade mit Blick auf den demografischen Wandel, aber insbesondere auf die Menschen im Kreis Recklinghausen, sind die Planung von Pflege und Altenhilfe unerlässlich.

Pflegeplanung

Am 16.10.2014 ist das Gesetz zur Entwicklung und Stärkung einer demographiefesten, teilhabeorientierten Infrastruktur und zur Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität von Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere Menschen, pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen des Landes Nordrhein-Westfalen in Kraft getreten (GEPA NRW) und löst damit das bisherige Landespflegegesetz sowie das Wohn- und Teilhabegesetz NRW ab.

 

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Rahmenleitbild

Von den relevanten kommunalen Akteuren aus Politik, Senioren- und Pflegebereich und Bürgern wurde ein gemeinsames Leitbild entwickelt, das für die kreisangehörigen Kommunen nach innen und außen eine handlungsleitende Orientierungsfunkton hat und den Rahmen für konkrete Planungen, Vorhaben und Maßnahmen abstecken soll.

 

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Präventiver Hausbesuch

Der Kreis Recklinghausen hat in der Zeit vom 1. Juli 2008 bis 31. Januar 2011 das Projekt "Präventiver Hausbesuch" in drei Stadtteilen der Stadt Dorsten durchgeführt. Begleitet wurde das Projekt von Herrn Professor Dr. Werner Voß von der Ruhr-Universität Bochum.

Mehr Informationen finden Sie im Downloadbereich.

Fachtagung: Altersgerechte Quartiersentwicklung - fachübergreifend und kreisweit

Im Rahmen des Projektes Zukunftsstadt fand am 06. Juli 2017 die Fachtagung:

Wie kann altersgerechte Quartiersentwicklung fachübergreifend und kreisweit gelingen?

im großen Sitzungssaal der Kreisverwaltung statt. Teilgenommen haben Vertreter der unterschiedlichen kommunalen Planungsbereiche, Quartiersentwickler, Seniorenbeiräte, die Seniorenberater und die Altenhilfekoordinatoren aus dem gesamten Kreisgebiet.

Im Zuge des demografischen Wandels wird auch dem Kreis Recklinghausen eine sinkende Bevölkerungszahl prognostiziert, aber die Zahl der älteren Einwohner soll deutlich steigen.

Lebensqualität hängt in allen Lebensphasen also auch im Alter oder bei Pflegebedürftigkeit ganz entscheidend davon ab, ob Menschen ihre Lebensentwürfe selbst bestimmen können.

Die meisten wollen im Alter oder bei Pflegebedarf genauso leben wie vorher: in ihrem gewohnten Lebensumfeld, ihrem Wohnquartier. So unterschiedlich die Lebensentwürfe der Menschen heute sind und so wichtig die Beachtung ihrer spezifischen Bedürfnisse je nach Alter, kulturellem Hintergrund, Geschlecht und sexueller Orientierung, gesundheitlichen oder behinderungsbedingten Unterstützungsbedarfen auch ist: im Hinblick auf die Gestaltung der „Lebensphase Alter“ besteht mehrheitlich der Wunsch, unser Leben in den uns vertrauten sozialen und räumlichen Bezügen, also in unserem „Quartier“ gestalten zu können. Unsere Aufgabe ist es, dies zu ermöglichen.

Prof. Dr. G. Heinze betonte, dass wenn das Quartier an Bedeutung gewinnt, auch auf lokaler und regionaler Ebene eine ressortübergreifende Querschnittspolitik gefragt ist. Hier sind neben der Politik die Sozialorganisationen als weitere Akteure gefordert, um der Gefahr des „Silodenkens“ aktiv zu begegnen und Doppelstrukturen zu vermeiden. Der Aufbau neuer strategischer Allianzen mit Akteuren aus verschiedenen Handlungsfeldern bildet oft die Basis innovativer Versorgungskonzepte.

Mit den Gastreferenten, dem Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Soziologie, Arbeit und Wirtschaft an der Ruhr-Universität Bochum, Mitglied der Altenberichtskommission der Bundesregierung Prof. Dr. Rolf G. Heinze, sowie vom Landesbüro altengerechte Quartiere NRW der Geschäftsführer der InWIS Forschung & Beratung GmbH, Torsten Bölting und Michael Cirkel, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Arbeit und Technik in Gelsenkirchen und wissenschaftliche Geschäftsführung der Landesinitiative Seniorenwirtschaft NRW, konnten sachkundige und renommierte Experten für die Fachveranstaltung gewonnen werden.

Die Vorträge zur Fachtagung finden Sie im Download-Bereich:
Graphisch aufbereitete Zusammenfassungen der Vorträge wurden mittels Graphic Recording erstellt und können im Download-Bereich ebenfalls heruntergeladen werden.

Zum Abschluss der Veranstaltung betonte die Sozialdezernentin des Kreises Recklinghausen, Frau Barbara Eckhorst, dass die Fachtagung Auftakt und Impuls für eine weitere Vernetzung der Akteure der verschiedenen Handlungsfelder und eine Grundlage für zukünftige Planungsprozesse werden soll.

Die durchweg positive Resonanz ermutigt, den eingeschlagenen Weg fortzuführen.