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Informationen für pflegende Angehörige

Sie haben sich entschieden, einen pflegebedürftigen Menschen zu Hause zu pflegen. Diese Aufgabe kostet viel körperliche und seelische Kraft. Für die eigenen Bedürfnisse bleibt oft keine Zeit mehr übrig. Niemand kann über einen längeren Zeitraum die Kraft für eine Pflege bis zu 24 Stunden am Tage aufbringen. Für pflegende Angehörige gibt es deshalb viele Unterstützungsmöglichkeiten. Sie helfen Kraft zu sammeln, indem sie Zeit für sich und ihre eigenen Bedürfnisse schaffen.

Leistungen für Demenzkranke und deren Angehörige

Zurzeit leben in NRW mehr als 300.000 an Demenz erkrankte Menschen.

Zur Entlastung für Betroffene und Angehörige erhalten Demenzkranke, die zu Hause gepflegt werden, von der Pflegekasse seit dem 01.01.2017 einen Entlastungsbetrag. Für alle Pflegegrade gewährt die Pflegekasse einen zweckgebundenen Zuschuss in Höhe von bis zu 125,- € monatlich. Die bezuschussten Leistungen können für nach Gesetz anerkannte unterstützende Angebote im Alltag eingesetzt werden.

Ab Pflegegrad 2 kann der Entlastungsbetrag auch für Tages- oder Kurzzeitpflege eingesetzt werden.

Die anerkannten unterstützenden Angebote im Alltag können Sie bei Frau Petersen (0 23 61 / 53-33 92) erfragen.

In Pflegeheimen wird der Entlastungsbetrag für spezielle Entspannungs- und Betreuungsangebote eingesetzt.

Weitere Informationen und Angebote rund um das Thema Demenz erhalten Sie bei den Links.

 

Pflegekurse für Angehörige

Etwa 70% aller pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause von Angehörigen oder Freunden gepflegt. Mit Hilfe von Pflegekursen können pflegende Angehörige nötiges Grundwissen erfahren und spezielle Techniken erlernen. So kann Pflege erheblich erleichtert werden. Sie erhalten außerdem Anleitung, Hilfe und Tipps von Profis für ihre besondere häusliche Situation.

Pflegekurse werden von Wohlfahrtsverbänden und privaten Anbietern angeboten. Die Kosten für die Teilnahme übernimmt die Pflegekasse.

Die Beratungs- und Infocenter Pflege (BIP) sind bei der Suche nach einem Pflegekurs bzw. nach einer Pflegeschulung im eigenen Zuhause gerne behilflich.

Soziale Sicherung der Pflegeperson

Für Personen, die wegen der Pflege nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich erwerbstätig sind, zahlt die Pflegeversicherung Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Es muss aber mindestens 14 Stunden wöchentlich gepflegt werden. Pflegende Personen sind automatisch gesetzlich renten- und unfallversichert.