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Schulbereich

Im Kreis Recklinghausen leben Menschen, die aus vielen Ländern stammen. Sie sind in den Kreis Recklinghausen häufig als Geflüchtete oder als Zuwanderer aus Südosteuropa zu uns gekommen. Wenn Kinder und Jugendliche neu in den Kreis Recklinghausen kommen, brauchen sie eine besondere Förderung, um die deutsche Sprache zu lernen und sich in das Schulsystem integrieren zu können.

Die Kommunen und das Kommunale Integrationszentrum bemühen sich, für alle neu zugewanderten Kinder und Jugendlichen möglichst schnell eine wohnortnahe Schule zu finden.

Eine weitere Aufgabe des Kommunalen Integrationszentrums ist die Betreuung eines Netzwerkes für Lehrkräfte, die im Kreis Recklinghausen neu zugewanderte Kinder und Jugendliche in ihrem Unterricht haben. Interessierte Lehrkräfte sind jederzeit in diesem Netzwerk willkommen (Kontakt: Wolfgang Kuprat, 02043 685822, w.kuprat@kreis-re.de)

Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche an allgemeinbildenden Schulen im Kreis RE

Für den Schulbesuch von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen ist es wichtig, die deutsche Sprache zu lernen und schnell am Regelunterricht teilzunehmen. Bei der Aufnahme an einer Schule steht eine altersgemäße und wohnortnahe Beschulung im Vordergrund.


Die Aufnahme an Schulen richtet sich grundsätzlich nach den Altersstufen:

  • Primarstufe: Alter 6 - 10, Klassen 1 - 4: nächstgelegene Grundschule
  • Sekundarstufe I: Alter 10 - 15, Klassen 5 - 10: weiterführende Schule (meistens erfahrene Schulen, die für die Erstförderung besondere Klassen haben, z.B. Auffangklassen, Vorbereitungsklassen)
  • Sekundarstufe II: Alter 16 - 18: Berufskolleg im Kreis RE , Beschulung in Internationalen Förderklassen (s. Klappmenü unten)


Für eine Auskunft zur Beratung für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 - 15 Jahre ist eine Anfrage bei den Schulämtern der Kommunen oder beim Kommunalen Integrationszentrum empfehlenswert.


Die Schulen verfolgen das Ziel, alle Schülerinnen und Schüler möglichst schnell in den Regelunterricht zu integrieren. Die schnelle Integration in den Regelunterricht soll durch Sprachfördergruppen geschehen.

Neu zugewanderte Jugendliche an den Berufskollegs im Kreis RE

Im Schuljahr 2015/16 sind an den Berufskollegs des Kreises Recklinghausen über 400 neu zugewanderte Jugendliche in Internationale Förderklassen (IFK) aufgenommen worden. Sie werden dort zunächst in besonderem Maße gefördert, um die deutsche Sprache zu lernen. Der Unterricht umfasst aber auch weitere Fächer. Die Jugendlichen erhalten eine erste berufliche Orientierung und haben bei entsprechenden Leistungen die Möglichkeit, einen deutschen Schulabschluss zu erreichen.

Im Schuljahr 2016/17 gibt es an jedem Berufskolleg mindestens drei IFK.


Berufskollegs mit IFK in Trägerschaft des Kreises:
  • Castrop-Rauxel : BK Castrop-Rauxel
  • Gladbeck: BK Gladbeck
  • Datteln: BK Ostvest
  • Dorsten: Paul-Spiegel-BK Dorsten
  • Marl: Hans-Böckler-BK (+ Standort Haltern)
  • Recklinghausen: Herwig-Blankertz-BK , Kuniberg BK, Max-Born-BK

Die IOK (Internationale Orientierungsklasse) in Recklinghausen beschult auch Jugendliche, die das 16. Lebensjahr vollendet haben. Die IOK hat ihren Standort an der Kurfürstenwallschule und ist Teil der Wolfgang-Borchert-Gesamtschule.

Alle Jugendlichen (i.d.R. 16 - 18 Jahre alt) werden vom Kommunalen Integrationszentrum Kreis Recklinghausen in die IFK an diese Berufskollegs vermittelt.

Das Kommunale Integrationszentrum beteiligt sich an den folgenden Aufgaben:

  • Vermittlung der neu zugewanderten Jugendlichen an die o.g. Berufskollegs (Nutzung des Portals „Schüler-Online“) bzw. an die IOK.
  • Beratung (z.B. Jugendliche, Eltern, Einrichtungen für Wohngruppen, Schulämter, Mitarbeiter der Schulsozialarbeit, ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuer)
  • Austausch und Abstimmung mit der oberen und unteren Schulaufsicht
  • Austausch und Abstimmung mit den Berufskollegs


Kontakt: Kommunales Integrationszentrum Kreis Recklinghausen, Herr Wolfgang Krämer, 02043 685816, w.krämer@kreis-re.de


Neu zugewanderte Jugendliche, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, können auch die Berufskollegs besuchen. Hier liegt der Schwerpunkt neben dem Erlernen der deutschen Sprache darauf, eine berufliche Orientierung zu erhalten.


Es gibt zahlreiche weitere Integrationsangebote und Beschulungsmöglichkeiten für zugewanderte Menschen, die abhängig von weiteren Punkten (z. B. Alter, Aufenthaltsstatus, Jobcenterkunde, Schulabschluss) sind. Auch das Erreichen von Sprachniveaus (z.B. A2) kann eine Rolle spielen. In diesen Fällen beraten z.B. die Integrationskursträger, Maßnahmeträger, Jobcenter oder Integration Points.