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Schulbereich

Im Kreis Recklinghausen leben Menschen mit verschiedenen Zuwanderungsgeschichten. Sie kommen auch als Geflüchtete oder Zuwanderer aus Südosteuropa.
Wenn Kinder und Jugendliche neu in den Kreis Recklinghausen gelangen, brauchen sie eine besondere Förderung, um die deutsche Sprache zu lernen und sich in das Schulsystem integrieren zu können. Die altersgemäße und wohnortnahe Beschulung für alle neu zugewanderten Kinder und Jugendlichen wird dabei angestrebt.

Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche an allgemeinbildenden Schulen im Kreis RE

Für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche ist es wichtig, in der Schule Fähigkeiten und Kenntnisse in der deutschen Sprache zu erwerben, um Anschluss an den Regelunterricht zu finden. Dies geschieht z. B. in Erstfördergruppen, in denen die Kinder und Jugendlichen intensiv die deutsche Sprache erlernen.


Die Aufnahme an Schulen richtet sich grundsätzlich nach den Altersstufen:

  • Primarstufe: Alter 6 - 10, Klassen 1 - 4: nächstgelegene Grundschule
  • Sekundarstufe I: Alter 10 - 15, Klassen 5 - 10: weiterführende Schule in der Kommune des Wohnortes
  • Sekundarstufe II: Alter 16 - 18: Berufskollegs im Kreis RE , Beschulung in Internationalen Förderklassen (s. Klappmenü unten)

In jeder Kommune des Kreises RE wirken Seiteneinsteigerberater/innen an der Vermittlung an Schulen und der Beratung neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler mit.


Hier ist eine Übersicht der Seiteneinsteigerberater/innen in den Städten.


Für eine entsprechende Beratung oder weitergehende Fragen kann man sich auch an das Kommunale Integrationszentrum wenden.


Ansprechpartner/in:


Valerie Skyba
Beratungszeiten: Mittwoch, Donnerstag, 10:00 - 12:00 Uhr
Adresse: Kurt-Schumacher-Allee 1, 45657 RE, Raum: 0.4.20
E-Mail: v.skyba@kreis-re.de
Tel.nr.: 02361 532335

Salem Guerdelli
Beratungszeiten: Montag, Mittwoch, 10:00 - 12:00 Uhr
Adresse: Kurt-Schumacher-Allee 1, 45657 RE, Raum: 0.4.01
E-Mail: s.guerdelli@kreis-re.de
Tel.nr.: 02361 534047

Wolfgang Krämer
Beratungszeiten: nach telefonischer Absprache
E-Mail: w.kraemer@kreis-re.de,
Adresse: Roßheidestr. 40, 45968 Gladbeck
Tel.nr.: 02043 685816


Neu zugewanderte Jugendliche an den Berufskollegs im Kreis RE

Die Berufskollegs des Kreises nehmen neu zugewanderte Jugendliche in Internationale Förderklassen auf (IFK) auf (Alter 16 - 18 Jahre). In diesen Klassen werden sie in besonderem Maße gefördert, um die deutsche Sprache zu lernen. Der Unterricht umfasst auch weitere Fächer. Die Jugendlichen erhalten ebenso eine erste berufliche Orientierung und können einen Hauptschulabschluss erreichen, wenn Sie die Leistungsvoraussetzungen erfüllen. Unter Umständen kann ein höherwertiger Schulabschluss erworben werden.

Berufskollegs in Trägerschaft des Kreises mit Internationalen Förderklassen
• Castrop-Rauxel : BK Castrop-Rauxel
• Gladbeck: BK Gladbeck
• Datteln: BK Ostvest
• Dorsten: Paul-Spiegel-BK Dorsten
• Marl: Hans-Böckler-BK (+ Standort Haltern)
• Recklinghausen: Herwig-Blankertz-BK , Kuniberg BK, Max-Born-BK

Die Internationale Orientierungsklasse (IOK) in Recklinghausen beschult auch neu zugewanderte Jugendliche, die das 16. Lebensjahr vollendet haben. Die IOK hat ihren Standort an der Kurfürstenwallschule und ist Teil der Wolfgang-Borchert-Gesamtschule.

Die Schulpflicht kann auch als Recht betrachtet werden, eine Schule zu besuchen. Die Schulpflicht dauert i.d.R. bis zum Ende des Schuljahres, in dem man das 18. Lebensjahr vollendet hat. Sie bietet für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche große Vorteile:

- Die Schulpflicht ist unabhängig vom Aufenthaltsstatus.
- Die Schulpflicht gilt für alle Kinder und Jugendlichen in einem bestimmten Alter.
- Die Erfüllung der Schulpflicht ist darauf ausgerichtet, einen Schulabschluss zu erhalten.
- Neu zugewanderte Kinder und Jugendliche erhalten in der Anfangsphase ihres Schulbesuchs eine besondere Förderung, um die deutsche Sprache zu lernen.

Die Schulpflicht bzw. der Schulbesuch hat große integrative Wirkung:

- Förderung in der deutschen Sprache,
- Erwerb eines deutschen Schulabschlusses als Grundlage für einen weiteren Schulbesuch oder Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums,
- Altersgemäße Beschulung in Regelklassen und somit Möglichkeiten, soziale Kontakte mit anderen Schülerinnen und Schülern zu knüpfen,
- Möglichkeit der Wahrnehmung von weiteren Angeboten an den Schulen.


Alle Jugendlichen (i.d.R. 16 - 18 Jahre alt) werden vom Kommunalen Integrationszentrum Kreis Recklinghausen in die IFK die o.g. Schulen vermittelt.

Das Kommunale Integrationszentrum beteiligt sich an den folgenden Aufgaben:

• Vermittlung der neu zugewanderten Jugendlichen an die o.g. Berufskollegs bzw. an die IOK.
• Beratung (z.B. Jugendliche, Eltern, Einrichtungen für Wohngruppen, Schulämter, Mitarbeiter der Schulsozialarbeit, ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuer).
• Austausch und Abstimmung mit der oberen und unteren Schulaufsicht.
• Austausch und Abstimmung mit den Berufskollegs.

Kontakt: Kommunales Integrationszentrum Kreis Recklinghausen, Herr Wolfgang Krämer, 02043 685816, w.krämer@kreis-re.de

Neu zugewanderte Jugendliche, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, können unter bestimmten Voraussetzungen die Berufskollegs besuchen. Hier liegt der Schwerpunkt neben dem Erlernen der deutschen Sprache darauf, eine berufliche Orientierung zu erhalten.

Es gibt zahlreiche weitere Integrationsangebote und Beschulungsmöglichkeiten für zugewanderte Menschen, die abhängig von weiteren Punkten (z. B. Alter, Aufenthaltsstatus, Jobcenterkunde, Schulabschluss) sind. Auch das Erreichen von Sprachniveaus (z.B. A2) kann eine Rolle spielen. In diesen Fällen beraten z.B. die Integrationskursträger, Maßnahmeträger, Jugendmigrationsdienste, Jugendberufshilfe, Jobcenter oder Integration Points.


 

Ausführliche Informationen zur Beschulung von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen finden Sie auf der Seite der Bezirksregierung Münster .