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Landesförderprogramm „KOMM-AN NRW“

Förderung der Integration von Flüchtlingen in den Kommunen und Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe

 

Das Land Nordrhein-Westfalen hat in der letzten Zeit eine große Zahl an Asylsuchenden aufgenommen. Insbesondere seit dem Jahr 2015 hat sich gezeigt, dass nicht nur die integrationspolitische Infrastruktur, sondern vor allem die unzähligen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer es überhaupt erst möglich gemacht haben, dass die vielen neu in die Region zugewanderten Menschen herzlich empfangen und entsprechend betreut werden konnten.

Zur Bewältigung von vielen Herausforderungen, die in den Kommunen entstanden sind, hat die Landesregierung für die Jahre 2016 und 2017 mit „KOMM-AN NRW“ ein umfangreiches Programm gestartet, an dem sich die Städte und Kreise in NRW beteiligen können. Dabei stehen vor allem die Fragen einer effektiven Integration der Flüchtlinge und einer Stärkung des ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe im Vordergrund. Daher konnten im Programmteil II folgende Bausteine beantragt werden:


A. Förderung der Renovierung, der Ausstattung und des Betriebs von Ankommenstreffpunkten,
B. Förderung von Maßnahmen des Zusammenkommens, der Orientierung und Begleitung,
C. Förderung von Maßnahmen zur Informations- und Wissensvermittlung,
D. Förderung von Maßnahmen zur Qualifizierung von ehrenamtlich Tätigen und der Begleitung ihrer Arbeit.


Wichtiger Partner bei der Umsetzung dieser Initiative sind die bewährten Strukturen der landesgeförderten Kommunalen Integrationszentren. Das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Recklinghausen war von Beginn aktiv an dem Programm beteiligt und hat sich mit Erfolg um die finanzielle Förderung beworben.

2016

Aus den vom Kreis beantragten Fördermitteln konnten im Jahre 2016 insgesamt 28 Einzelprojekte innerhalb des Programmteils II von verschiedenen Trägern umgesetzt werden.

Ebenso wichtig ist, dass die Projekte in allen zehn Städten des Kreises durchgeführt wurden. Als Ergebnis stehen da nicht nur eine Vielzahl an renovierten und modernisierten Ankommenstreffpunkte, die den Flüchtlingen und Ehrenamtlichen auch weiterhin zur Verfügung stehen werden, sondern auch Broschüren, Jugendtreffs, Begegnungscafés, Patenschaften, Sprach-, Spiel- und Lerngruppen etc.

Außerdem hat das KI des Kreises Recklinghausen eine Reihe von Fortbildungen für die Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler, die in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind, veranstaltet. Es wurden Themen wie z. B. Umgang mit traumatisierten Menschen in der Flüchtlingshilfe, Integration in den Arbeitsmarkt, Rassismus und Diskriminierung behandelt, und auch Bereiche wie Ausbildung oder Aufenthaltsrecht sind nicht zu kurz gekommen - alles begleitet jeweils von fachkundigen Dozentinnen und Dozenten. Das Fortbildungsprogramm finden Sie HIER.

2017

Angesichts der positiven Resonanz auf die vorangegangene Förderphase, hat der Kreis Recklinghausen für das Jahr 2017 ebenfalls Fördermittel im Rahmen von „KOMM-AN NRW“ beantragt, damit die bedarfsorientierten Maßnahmen vor Ort auch in den kommenden Monaten von zahlreichen engagierten Trägern im Kreisgebiet umgesetzt werden können.


Da die Fortbildungsreihe von den Teilnehmenden sehr gut angenommen worden ist und auch weiteres Interesse bekundet wurde, wird auch für das Jahr 2017 an dem Konzept festgehalten. Das Fortbildungsprogramm für ehrenamtlich Tätige in der Flüchtlingsarbeit für die 1. Jahreshälfte 2017 finden Sie HIER. Das Fortbildungsprogramm für die 2. Jahreshälfte finden Sie HIER.

Außerdem wurde 2017 ein Fortbildungsprogramm für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der Flüchtlingsarbeit initiert. Das Programm ist HIER abrufbar.

AnsprechpartnerInnen für das Programm KOMM-AN NRW im Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Recklinghausen:
- Frau Neda Mehrabi-Neumann Tel. 02361 / 53-3603
- Herr Przemyslaw Podeszwa    Tel. 02361 /  53-2381
- Frau Alexandra Schmitz           Tel. 02361 / 53-2098